Ebenauer Mühlenwanderung im Salzkammergut
Der Weg führt vorbei am neuen Feuerwehrhaus (Parkplätze vorhanden), rechts Richtung Koppl, vor der Pertillmühle wieder rechts zum „Marterl“. Nach ca. 300m steilem Anstieg erreichen Sie ein Bankerl „Watzmannblick“! Der Markierung entlang zu der Wegkreuzung. Dem Schild „Plötz“ folgen, hinunter zum Staubecken des Naturbades vorbei an dem über 50m hohen Wasserfall. Der Rückweg führt über den Steg, der Markierung entlang nach Ebenau.
Mühlen
Die noch gut erhaltenen Bauernmühlen beweisen, dass der Getreideanbau in Ebenau im Rahmen der bäuerlichen Selbstversorgerwirtschaft eine große Rolle gespielt hat. Das Ansehen eines Bauern wurde in der Öffentlichkeit früher danach beurteilt ob er aus eigenem erwirtschaften ausreichend „Körner“ erntete und ohne Zukauf auskam.Die Edermühle:
Der Firstbaum verrät, dass die "Gmachlmühle" im Jahre 1742 erbaut wurde. Sie war bis ca. 1955 in Betrieb. Die sogenannte "Mühlkammer" war u.a. mit Tisch, Bett und Ofen ausgestattet. Das Getreide wurde mit einem Ochsengespann über den Wieselberg zur Mühle gebracht. Gemahlen wurden großteils Roggen und Weizen zum Brotbacken. Hafer wurde zu Viehfutter "gebrochen". Es konnte nur gemahlen werden, wenn genügend Wasser zulief. Der Bauer verbrachte dort oftmals die Nacht, da es 6-8 Mahlvorgänge benötigte, um Roggen zu Roggenmehl zu mahlen, und das dauerte bis zu 24 Stunden.
Die Hofbauer Mühle:
Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert erbaut. Gemahlen wurden Roggen und Weizen zum Brotbacken, Mais und Hafer für Viehfutter. Bis ca. 1966 in Betrieb.
Pertiller Mühle:
Diese Mühle wurde vor ca. 300 Jahren erbaut und besitzt ein Wasserrad. Gemahlen wurde Roggen und Weizen zum Brotbacken und Schrot für Viehfutter. Bis ca. 1963 in Betrieb.
Die Pertillmühle:
Die Pertill-Mühle wurde zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert erbaut und ist ebenfalls wie die Waschlmühle eine Doppelmühle. Ein Wasserkasten diente als Verteiler pro Mühlrad. Jeder Besitzer hatte eine komplette Mahlanlage. Gemahlen wurde hauptsächlich Roggen, Weizen und Hafer. In der Mühle befand sich eine Schlafgelegenheit. Diese Mühle war bis 1967 in Betrieb.
Die Schindlau Mühle:
Diese Mühle wurde vor ca. 200 Jahren erbaut. Gemahlen wurde hauptsächlich für den Eigenbedarf Roggen, Gerste und Mais (Polenta). Bis ca. 1960 in Betrieb.
Die Schroffenau Mühle:
Die Schroffenau-Mühle wurde im 16. Jahrhundert erbaut und besitzt ein Wasserrad. Gemahlen wurde hauptsächlich für den Eigenbedarf Roggen, Weizen, Gerste und Mais. Diese Mühle war bis 1960 in Betrieb. Beeindruckend ist vor allem der Standort dieser Mühle ; unmittelbar ober dem Wasserfall Plötz.
Die Waschlmühle:
Die Waschlmühle wurde vor ca. 200 Jahren erbaut -Diese Mühle ist eine Doppelmühle, für jeden Besitzer war ein Wasserrad vorgesehen. Jeder hatte für 3 Tage abwechselnd das Wasserrecht. Gemahlen wurde hauptsächlich für den Eigenbedarf Roggen, Weizen. Hafer wurde für Viehfutter “gebrochen” Diese Mühle war bis 1955 in Betrieb.
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