Salzburger Dom
Der Salzburger Dom ist das größte kirchliche Bauwerk der Stadt. Experten titulieren ihn als den bedeutendsten Bau des Frühbarock nördlich der Alpen. Seine Entstehung prägten Salzburgs absolutistische Herrscher, die Fürsterzbischöfe. Mehrere Bauphasen, Zerstörung, Erweiterung und Umbauten hat der Dom in seiner Geschichte schon erlebt.
Vier Statuen befinden sich vor der Hauptfassade. Die Apostel Petrus und Paulus mit Schlüssel und Schwert sowie die beiden Landespatrone Rupert und Virgil mit Salzfass und Kirchenmodell. Die zwei Wappenschilde auf dem Giebelaufsatz erinnern an die beiden Erbauer des Domes, Markus Sittikus und Paris Lodron.
Im Inneren des Domes warten zahlreiche weitere Kostbarkeiten: Das Taufbecken, in dem bereits Wolfgang Amadeus Mozart getauft wurde, außerdem die prachtvolle Hauptorgel, umgeben von
musizierenden Engeln und gekrönt von Rupert
und Virgil. Die kostbaren Domtore von Schneider-Manzell,
Mataré und Manzú sind eine nähere Bertachtung wert.
In seiner Tätigkeit als Hoforganist und Konzertmeister hat Wolfgang Amadeus Mozart zahlreiche unvergängliche Werke der Kirchenmusik für Salzburg geschaffen und im Salzburger Dom aufgeführt.
Vor dem Dom bildet der Domplatz den Wirkungsraum für den Dom. Erzbischof Guidobald Thun ließ um 1660 von Giovanni Antonio Dario die Dombögen errichten. In der Mitte des Platzes steht die 1766 - 1771 von Wolfgang und Johann Baptist Hagenauer für Erzbischof Sigismund Graf Schrattenbach geschaffene Mariensäule.
Zusätzlich kann das Dommuseum des Salzburger Museums Carolino Augusteum besichtigt werden.
Entfernung vom Hotel: ca. 17km
Parkplätze: am Park & Ride Parkplatz Süd gegen geringe Gebühr
Geschichte
Der erste Dom entstand unter Bischof Virgil, der 767 im Zentrum des ehemals römischen Juvavum eine katholischre Kirche errichten ließ. Er weihte die Kathedrale am 24. September 774 den Heiligen Petrus und Rupert. Im Jahre 1167, als die Grafen von Plain die Stadt Salzburg in Brand steckten, brannte der Dom bis auf die Grundmauern nieder. Unter Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach wurde der Dom zehn Jahre später neu erbaut. Dieser Bau war der größte romanische Dom nördlich der Alpen, seine Größe übertraf sogar den Kaiserdom von Speyer. 400 Jahre danach war es wieder ein Brand, der 1598 den Dom in Schutt und Asche legte. Eine willkommene Gelegenheit für den baufreudigen Erzbischof Wolf Dietrich, der die beschädigte Kirche dem Erdboden gleichmachen ließ um sie später nach seinen Plänen wieder aufzubauen.
Über das rücksichtslose Vorgehen des Erzbischofs, der wertvolle Skulpturen und Gräber von früheren Bischöfen zerstören ließ, war die Salzburger Bevölkerung sehr empört. Alls er dann noch den Domfriedhof umpflügen und die Gebeine der Toten auf den Schutt werfen ließ, wandten sich die Salzburger endgültig von ihrem Herrscher ab. Ein jähes Ende wurde den ehrgeizigen Plänen Wolf Dietrichs durch seine Gefangennahme und Einkerkerung auf der Festung Hohensalzburg bereitet. Sein Neffen und Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems erteilte dem Baumeister Santino Solari den Auftrag für den Neubau des Domes. Unter seiner Regie wurde der Salzburger Dom der zum ersten frühbarocken Kirchenbau nördlich der Alpen. Der Auftraggeber selbst erlebte die Fertigstellung seines Monumentalbaus nicht mehr. Erzbischof Paris Lodron weihte den Dom am 25. September 1628. Dass zu dieser Zeit der Dreißigjährige Krieg tobte, konnte den Feierlichkeiten keinen Abbruch tun. Denn Paris Lodron hatte es mit diplomatischem Geschick verstanden, die schwer befestigte Stadt nahezu völlig aus den Wirren des Dreißigjährigen Krieges herauszuhalten. So konnte die Domweihe zum größten und prächtigsten Fest wurde, das Salzburg je erlebt hatte.
1944 traf eine Fliegerbombe Kuppel und zerstörte einen Teil des Altarraumes. Als die notwenigen Renovierungsarbeiten abgeschlossen waren, wurde der Dom in seiner alten Pracht im Jahre 1959 wieder geweiht. An den Torgittern des Domes erinnern drei Jahreszahlen an die drei Domweihen: "774", "1628" und "1959".
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