Residenz
Der Palast der Erzbischöfe.
Die opulenten Prunkräumen können besichtigt werden. Die Repräsentations- und Wohnräume der Salzburger Erzbischöfe sind einen Besuch wert, weil ihre prächtige Ausstattung und die Großzügigkeit Aufschluss über den luxuriösen Lebenswandel der Salzburger Bischöfe gibt. Der verzweigte Gebäudekomplex der Residenz umfasst rund 180 Räume und drei große Innenhöfe.
Heute noch dient das prächtige Stadtpalais der Salzburger Politik als Rahmen für glanzvolle Empfänge von ausländischen Staatsoberhäuptern, Königen und bedeutenden Persönlichkeiten.
Zu besichtigen sind weiters das Konferenz- oder Ratszimmer, in welchem Mozart im Alter von sechs Jahren sein erstes Hofkonzert aufführte, die Antecamera, der Audienzsaal, der prunkvollste Saal der Residenz. Nicht zu vergessen das Arbeitszimmer, das Schreib- und Schatullenzimmer, das Schlafzimmer, die Galerie (Grundstein für die heutige Residenzgalerie), der Thronsaal, der Weiße Saal oder Markus Sittikus-Saal, das Grüne Zimmer und der Kaisersaal, ursprünglich Kaiserstube, mit Porträts der Könige und Kaiser aus dem Hause Habsburg.
Vom Kaisersaal führt ein direkter Verbindungsgang in den spätgotischen Chor der Franziskanerkirche. In Teilen des Palastes ist heute die Salzburger Paris-Lodron-Universität untergebracht. Gegenüber der "alten" Residenz befindet sich die Neue Residenz.
Entfernung vom Hotel: ca. 17km
Parkplätze: am Park & Ride Parkplatz Süd gegen geringe Gebühr
Geschichte
Bereits im Mittelalter war die Residenz unweit des Salzburger Domes Bischofssitz. Sie wurde mehrmals baulich verändert, ihre heutige Form erhielt sie Ende des 16. Jahrhunderts und zeigt sich jetzt als Frühbarockanlage.
Sie war bis ins 19. Jh. Amtssitz der Salzburger Fürsterzbischöfe. Fast jeder Herrscher ließ das Gebäude nach seinen Vorstellungen umgestalten, besonders markante Spuren hinterließ Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587 - 1612). Neben den Räumlichkeiten kann die Residenzgalerie mit ihrer Sammlung europäischer Maler des 16. - 19. Jh.s. besucht werden. Kaiser Franz Josef und seine Gattin Elisabeth empfingen hier 1867 den französischen Kaiser Napoleon III. und dessen Gattin Eugénie zu einem mehrtägigen Staatsbesuch.
Man betritt die Residenz vom Residenzplatz aus durch ein großes Marmorportal, das die Wappen der Fürsterzbischöfe Wolf Dietrich, Paris Lodron und Franz Anton Harrachs trägt. Die markante Haupttreppe führt zum Carabinierisaal, der um 1600 unter Wolf Dietrich erbaut wurde. Seinen Namen verdankt der Saal der Leibgarde des Fürsterzbischofs. Hier fanden bevorzugt Theatervorstellungen und Feste statt.
Unter den Musikern, die auf Einladung der Erzbischöfe ihr Können darboten, befand sich auch der junge Mozart, oft gemeinsam mit seinem Vater Leopold, der damals als Domkapellmeister beim Erzbischof angestellt war. In den anschließenden Prunkräumen kamen die Erzbischöfe ihren Repräsentationspflichten nach. Besonders sehenswert sind die Deckengemälde von Johann Michael Rottmayr und Martino Altomonte.
Der Rittersaal war Schauplatz eines wichtigen Wendepunkts in der Geschichte Salzburgs: 1816 nahm Kaiser Franz I. am 1. Mai 1816 hier die Huldigung der Salzburger Stände und deren Treueid entgegen. Ab nun war das ehemalige Erzbistum ein Teil von Österreich geworden. Ein Teil, den Kaiser Franz` vierte Gattin, Caroline Auguste, besonders schätzte: sie kam ab 1835 fast dreißig Jahre lang im Sommer nach Salzburg und logierte in der Residenz. Sie war auch eine der größten Förderinnen des nach ihr benannten Salzburger Museums Carolino Augusteum.
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