Ihr Anreisetag
Ihr Abreisetag
 

Schloss Mirabell

Schloss Mirabell, SalzburgDer Marmorsaal, der ehemalige Festsaal des Fürsterzbischofs, gilt als einer der schönsten Trauungssäle der Welt. Darüber hinaus dient der Marmorsaal als repräsentativer Rahmen für Tagungen, Ehrungen und stimmungsvolle Konzerte (Salzburger Schlosskonzerte). In diesen Räumen musizierten schon Leopold Mozart und seine Kinder Wolfgang und Nannerl. 

Der zauberhafte Mirabellgarten ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Die Blumenpracht und der Ausblick auf die Festung Hohen Salzburg bringen einen zum Staunen.

Entfernung vom Hotel: ca. 18km
Parkplätze: gegen Gebühr direkt vor Ort
Detailinfos: stadt-salzburg.at




Geschichte


Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ließ im Jahre 1606 - damals noch außerhalb der Stadtmauern - für seine Geliebte, die Salzburger Bürgertochter Salome Alt ein Schloss errichten, das er "Altenau" nannte. Die Tochter des angesehenen Kaufsmanns und Ratsherrn Wilhelm Alt, war die große Liebe von Wolf Dietrich. Sie gebar ihm 15 Kinder, von denen 10 am Leben blieben. Schloss Altenau sollte der Geliebten und ihren Kindern ein würdiger Wohnsitz sein, der die Familie dafür entschädigte, dass sie sonst von vielen gesellschaftlichen Ereignissen ausgeschlossen blieb.

Schließlich war Wolf Dietrich ein Geistlicher, seine Salome zu heiraten war ihm verboten und die gemeinsamen Kinder galten als "unehelich".

Seinen heutigen Namen verdankt das Schloss Wolf Dietrichs Nachfolger Markus Sittikus (1612 - 1619). Er ließ Altenau nach dem Tode Wolf Dietrichs - er wurde 1612 zum Abdanken gezwungen und bis zu seinem Tod auf der Festung gefangengehalten - in "Mirabell" umbenennen. Auch alle weiteren Erzbischöfe hinterließen ihre Spuren in Schloss Mirabell: Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron (1619 - 1653) ließ neue Stadtmauern und Befestigungsanlagen bauen und schaffte so, dass Schloss und Garten fortan zum Stadtgebiet gehörten.

Er schätze das Schloss sehr und verstarb hier auch am 15. Dezember 1653. Fürsterzbischof Franz Anton Fürst von Harrach ließ Schloss Mirabell von 1721 bis 1727 von dem bekannten Barockbaumeister Lukas von Hildebrandt großzügig umbauen und zu einer geschlossenen Anlage zusammenfassen. Der neue Prunk fiel dem großen Stadtbrand am 30. April 1818 zum Opfer. Die Fresken von Johann Michael Rottmayr und Gaetano Fanti wurden dabei zerstört. Der großen Marmortreppe und dem Marmorsaal konnten die Flammen glücklicherweise nichts anhaben. Peter de Nobile, Hofbaurat und Direktor der Architekturschule in Wien verlieh dem Schloss sein heutiges Gesicht. In Details wie Fensterumrahmungen, Kapitelle und Stuckwerk kann man Pomp und Glanz der früheren Architektur erahnen. Das Treppenhaus des Meisters Lukas von Hildebrandt ist bis heute die Attraktion des Schlosses. Die Marmor-Balustrade zieren Engelchen. Die Skulpturen in den Nischen, geschaffen von Georg Raphael Donner (1726), zählen zu den schönsten Schöpfungen des europäischen Barock.